Sankt Walburga Hauptschule sammelt ausgediente Handys und Smartphones

Mehr als 130 Millionen Mobilfunkanschlüsse gibt es statistisch gesehen in Deutschland. Zu jedem einzelnen gehören ein oder mehrere entsprechende Endgeräte. Egal ob Handy oder Tablet: Der immerwährende Wunsch nach dem „neusten Modell“ verkürzt im Gegenzug zusätzlich noch die durchschnittliche Nutzungsdauer. Experten zufolge sollen weit mehr als 124 Millionen Endgeräte ungenutzt herumliegen.

Zur Produktion von Handys und Smartphones werden viele wertvolle Metalle und seltene Erden benötigt, für die Chipherstellung ebenso wie für die Akkus. Niemand, der sein Smartphone in die Hand nimmt, würde vermuten, dass ein Teil davon aus Kinderhänden stammt, die in der Dunkelheit selbst gegrabener Minentunnel mit primitiven Werkzeugen schuften. Doch die Realität ist eine andere.

In der demokratischen Republik Kongo z.B. arbeiten Kinder in Coltanminen; aus dem Erz Coltan wird das seltene Metall Tantal gewonnen, ohne das die moderne Welt nicht modern wäre: Tantal wird in Kondensatoren für Digitalkameras und Spielkonsolen, für Laptops, Flachbildschirme und Mobiltelefone verwendet. Weil sie in großen Mengen produziert werden, steigt auch die Nachfrage nach Tantal.

Die Sankt Walburga Hauptschule in Meschede hat es sich daher nun zum Auftrag gemacht, ausgediente Handys und Smartphones zu sammeln. Im Rahmen einer Aktion des Hilfswerkes missio unterstützt sie die Idee, die Metalle aus ausgedienten Handys und Smartphones weiter zu nutzen. Die gespendeten Mobiltelefone und Smartphones werden recycelt. Die zurückgewonnenen Rohstoffe reduzieren bei der Herstellung neuer Geräte den Abbaubedarf entsprechend. Auch den Menschen in der DR Kongo wird geholfen: Aus dem Erlös des Recyclings und der Wiederverwertung erhält missio einen Betrag, mit dem Familien in Not durch die Aktion Schutzengel unterstützt werden.

Die Sammelbox steht im Verwaltungsflur der Sankt Walburga Hauptschule.

Herzliche Einladung dort bis Weihnachten ausgediente Handys und Smartphones in eine Sammelbox zu werfen. (Die dafür benötigten Papiertüten stehen auf der Sammelbox.)

Klassenfahrt der 8 nach Aachen 2019

Die Klasse 8a vor dem Karlsbrunnen

Karl der Große – Europa – August Macke: Die Klassenfahrt der 8er

Ende Juni machten sich die beiden Klassen 8 mit ihren Klassenlehrern Songül Demirhan und Markus Pohl auf den Weg nach Aachen.

Die Idee für die Fahrt war aus dem Geschichtsunterricht entstanden, als man sich mit Karl dem Großen und seiner Gründung Aachen befasste.

Nun wurden in Aachen der Dom mit dem Grab Karls des Großen und seinem Thron, die Domschatzkammer und der Kaisersaal mit den Kopien der Reichsinsignien (Krone, Reichsapfel, Szepter) besichtig. Natürlich konnten die Schülerinnen und Schüler auch original Aachener Printen verkosten.

Ein weiterer Schwerpunkt war Europa. Montags führte eine Wanderung auf den höchsten Punkt der Niederlande und an das Dreiländereck, wo man mit einem Fuß in Belgien, mit dem anderen in Deutschland oder den Niederlanden stehen konnte.

Maastricht – die Stadt des Vertrages von Maastricht, der uns die gemeinsame europäische Währung EURO brachte – war der Gruppe einen ganzen Tag wert. Stadtführung, Schifffahrt auf der Maas und Besichtigung in den herrlich kühlen Höhlen im St. Pietersberg waren atemberaubend.

Unterkunft fand man in diesen Tagen in der schönen Jugendherberge in Aachen.

Die Rückfahrt führte nach Bonn zum August-Macke-Haus, in dem uns eine Urenkelin des aus Meschede stammenden Künstlers begrüßte. Im Wohnhaus Mackes konnte man das kurze Leben des mit 27 Jahren im Ersten Weltkrieg gefallenen Künstlers nach verfolgen als auch selbst künstlerisch aktiv werden.

Bei sehr heißem Wetter ging so eine ereignisreiche Woche zu Ende.